Digital-Nomad-Ranking 2026: Spanien vorn, Deutschland unter den Top 5
Spanien ist das attraktivste Ziel für digitale Nomaden: Im Digital Nomad Visa Index 2026 setzte sich das Land gegen mehr als 50 andere durch. Ausschlaggebend ist das „Visado para teletrabajadores“ in Kombination mit der sogenannten Beckham-Regelung – sie befreit ausländische Einkünfte bis zu sechs Jahre lang von der Steuer und besteuert lokale Einkünfte pauschal mit 24 Prozent.
Warum Spanien vorn liegt
Anders als ein Touristenvisum oder die künftige EU-Reisegenehmigung ETIAS erlaubt das Nomadenvisum das legale Arbeiten aus der Ferne – und es führt nach fünf Jahren zu einem dauerhaften Aufenthaltsrecht. Damit ist Spanien mehr als ein Zwischenstopp: Es bietet einen klaren Weg in die Niederlassung. Auf den Plätzen folgen Malta mit einer Pauschalsteuer von zehn Prozent auf lokale Einkünfte und Portugal mit seinem beliebten D8-Visum.
Steuervorteil oder Niederlassung?
Der Index zeigt eine wachsende Kluft zwischen zwei Modellen: Länder mit „niedriger Steuer und einfachem Zugang“ auf der einen, solche mit „Lebensqualität und Aufenthaltsperspektive“ auf der anderen Seite. Wer dauerhaft in die EU ziehen möchte, fährt mit Spanien oder Portugal am besten. Wer eher eine unkomplizierte „Steuerpause“ sucht, findet sie auf den Bahamas – deren BEATS-Programm kommt ohne Mindesteinkommen aus – oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit null Prozent Einkommensteuer.
Auch Deutschland und Italien im Vorderfeld
Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum interessant: Deutschland belegt mit seinem gut zugänglichen Freiberufler-Visum Rang vier. Italien schafft es mit dem „Visto per lavoratore da remoto“ (Mindesteinkommen 32.400 Euro im Jahr) in die Top Ten – vor allem dank Lebensqualität und der Aussicht auf Niederlassung nach fünf Jahren. Wichtig bleibt: Ein Touristenvisum oder ETIAS deckt Fernarbeit nicht ab; dafür ist stets ein eigenes Nomaden- oder Arbeitsvisum nötig.
Letzte Aktualisierung dieses Beitrags: 02.07.26


